Judas-Kantatenkonzert

Eine Kantate über Judas, die tragische Figur der Passionsgeschichte

 

Inhalt

Die Judas-Kantate spürt nach, wie es jemanden ergeht, der einen großen Fehler gemacht hat und diesen bereut. Können und wollen wir vergeben?

Diese zentrale Frage steht über der Aufführung. Musik und Text eröffnen eine neue Perspektive auf die tragische Figur des Judas in der Passionsgeschichte. Die Vielschichtigkeit von Judas' Charakter spiegelt sich wider, von seiner Reue über den Verrat bis zu sei­nem tragischen Ende. Es geht um Verrat und Vergebung – wichtige Be­standteile des menschlichen Miteinanders. Aber auch das Thema Antisemitismus schwingt im Projekt mit.

Die Komponistin Helene Streck möchte mit der Kantate dem oft verur­teilten Apostel Judas eine Stimme geben und durch zeitgenössische Mu­sik dazu beitragen, das Ungesagte anzusprechen. Moderatorin und Dramaturgin Helga Trölenberg hat im Konzertformat die Themen inhaltlich stark ausgeleuchtet und aktuelle Bezüge gesetzt. Das Konzert enthält fesselnde szenische Elemente.

Es geht um Verrat, Verstehen und Vergebung.

Musik

Die Musik ist emotional und zart-bitter.

Im Zentrum steht die Musik der Judas-Kantate, die melodisch mit wenigen Instru­menten das Thema bewegend auffächert. Es gesellen sich Arien, Lieder und konzertante Stücke von Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert dazu. Sie sind musikalische Antworten und Kommentare auf die intensiven Texte der Moderation. Die Musik von Hildegard von Bingen, Henry Purcell, Johann Sebastian Bach und Gustav Mahler schafft Momente des Inne­haltens, geleitet das Publikum zur Kantate von Helene Streck und öffnet den Raum für eigene Ge­danken. Das berührt auch Menschen mit wenig Hörerfahrung.

Resonanzen

„Das Ganze war ein einziges Kunst­werk. Ich bin sehr froh, dabei gewesen zu sein."

„Das Minimalistisch hat mir so gut ge­fallen. Wie man mit so wenigen Instru­menten so viel aussagen kann!“

„Ein wunderbar vibrierendes Konzert. Ich habe mich davon sehr beschenkt gefühlt!“

Mitwirkende

Sophia Körber, Sopran
Taras Semenov, Tenor

Franziska Kummer und Saeed Sarem Saffari, Violine
Candela Santamaria, Cello

Helene Streck, Komposition, Orgel und musikalische Leitung

Helga Trölenberg, Konzept und szenische Moderation

 

Ort: St. Sylvester-Kirche, Quakenbrück

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